Puma Social: Weg vom Star-Fußballer, hin zum Hobby-Sportler

am Montag, den 16. August 2010

Wie sieht eigentlich der typische Werbespot für einen Sportartikelhersteller aus?

Ein bekannter Fußballer, Tennisspieler oder sonstiger Held der Nation wird als Testimonial gewonnen. Je nach Budget können es aber gerne auch mal 2, 3 oder gar ein ganzes Team sein, welches für einen TV-Spot kurzerhand eingekauft wird (siehe auch Nike – Write the Future).  Ziemlich eintönig, was nicht selten dazu führt, dass man die Spots der Marken Adidas, Nike undPuma nur schwerlich auseinanderhalten kann.

Genau dies wird sich wohl auch die Agentur Droga 5 gedacht haben

, die den Zuschlag für die Kampagne Puma Social bekam. Im Gegensatz zu den oben genannten Spots steht hier nicht der Superstar im Vordergrund, sondern der After Hours Athlet, der Hobby-Sportler, Menschen, wie du und ich, die aber genauso auf professionelles Equipment bei Ihrer Sportart setzen.

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Puma Social richtet sich speziell an die Menschen, die nicht (nur) einem Vorbild nacheifern, sondern einfach Spaß an ihrer Sportart haben und die gerne in Gesellschaft miteinander und gegeneinander spielen. Damit folgt die Kampagne einem Vorbild, welches wir bereits aus anderen Bereichen kennengelernt haben. Schon vor einiger Zeit änderte z.B. die Volksbank-Raiffeisenbank-Gruppe ihr Konzept indem Sie nicht mehr die makellosen, glücklichen Schauspieler ewig die gleichen Floskeln erzählen ließen, sondern Menschen aus ihrem Alltag zeigt (siehe auch Emotionen Transportieren auf Farbwolke).

Eine Menge Firmen geben mittlerweile ihr makelloses Image auf,  für einen authentischen und damit persönlicheren Auftritt. Und auch bei der aktuell laufenden ERGO Werbung hat man sich zum Ziel gesetzt, persönlicher aufzutreten und damit der Zielgruppe näher zu sein. Ich hoffe nur, dass auch diese neue, authentische Art der Werbung nicht irgendwann den Markt überschwemmt und bis zum Erbrechen ausgereizt wird.

[tweetmeme](gefunden bei Mircow’s World)

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