Mit Blut und Eingeweiden gegen Pelzträger

am Mittwoch, den 16. Juni 2010

Das Tier- und Umweltschützer gerne mal zu drastischen Maßnahmen greifen, wenn es darum geht, den Zuschauer aufzurütteln, ist eigentlich längst keine Seltenheit mehr. Ob nun Polarbären, die vom Himmel fallen, oder der junge Mann, der genüsslich am Orang Utan-Finger rumkaut, während links und rechts das Blut spritzt. Mit immer wieder neuen Horrorfilmen im Miniformat wollen Umwelt- und Tierschützer auffallen um jeden Preis, während jeder weiterer Spot den Ekelfaktor in die Höhe steigen lässt.

So wird man sich wohl auch bei der Anti-Fur Coalition gedacht haben, dass nur mit jeder Menge Blut und Eingeweiden, der gewünschte Effekt, das Publikum wachzurütteln und die Nachricht, dass ja sonst niemand die realen Kosten für Pelze sehen würde, ins Bewusstsein zu rufen.


Youtube

Natürlich lässt sich jede in der Werbung gezeigte Abartigkeit oder Grausamkeit damit begründen, dass die Realität, in der Menschen den Tieren das Fell bei lebendigen Leibe abziehen noch sehr viel abartiger sei. Aber ich frage mich allen Ernstes wo denn hier die Grenze gezogen werden kann. Wird eine Werbung von Tierschützern nur noch dann werbewirksam sein, wenn Blut und Gedärme ein fester Bestandteil des Konzeptes sind? Und was ist mit solchen Spots wie der aktuelle von Amnesty International  to the Death Penalty. Wird eine Werbung wie diese überhaupt noch vom Zuschauer wahrgenommen und verstanden? Eure Meinung könnt ihr gerne in den Kommentaren posten.

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