Werbung auf Geldscheinen oder „Auf der Suche nach alternativen Werbeträgern“

am Mittwoch, den 10. Dezember 2008

Zwei Probleme, eine Lösung. Thomas Winkler, Dozent an der Merz Akademie, hat sich mit 12 seiner Studenten Gedanken gemacht, wie man die Bekämpfung der Wirtschaftskrise durch Werbung finanzieren könnte. Er schlägt vor, Teile der Banknoten als Werbefläche zu verkaufen. Mit nur 1,20 Euro im Monat pro Werbefläche ließe sich in 2 Jahren ein Schuldenberg von 700 Milliarden Euro bezahlen. Mit dieser Art der Werbung nimmt sich Winkler auch einem weiteren Problem an: Der Werbung auf Geldscheinen wird deutlich mehr Beachtung geschenkt, allein schon, weil man sie nicht wegwerfen würde.

Das man den Gedanken nicht allzu ernst nehmen kann und welche Wellen diese Idee in Zeiten der Wirtschaftskrise schlagen kann, erfährt man spätestens beim Lesen des Spiegel-Online Artikels. Hier wird auch deutlich, dass die Rechnung so nicht ganz aufgehen kann.

Lässt man die Finanzkrise ganz aus dem Spiel bleibt letzten Endes das Problem der Werbeblindheit. Dieser Werbeblindheit versuchen Werbeagenturen mittlerweile vor allem auf zwei Weisen entgegenzutreten:

  • A) Es wird Zeit in die Idee investiert oder
  • B) Das Geld wird in die Art der Umsetzung gesteckt

Nicht selten wird der Faktor Zeit als Zeitverschwendung abgetan und stattdessen in „Größer, Schöner, Teurer“ investiert. Eine Rechnung, die allerdings nur dann aufgeht, wenn auch das abgebildete Motiv gut durchdacht ist und genug Aussagekraft besitzt. Da kommt die Idee von Thomas Winkler nicht ganz ungelegen. Denn Werbung auf Geldscheinen würde nicht nur als neue Werbefläche in Frage kommen, auch der Zusammenhang zwischen dem beworbenen Produkt und der Banknote würde neuen Platz für Ideen schaffen (Zitat SPON: „Wäscht selbst Schwarzgeld blütenrein“, für bspw. Waschpulver-Werbung) und den Gegenbeweis zu „Größer, Schöner, Teurer“ antreten.

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