Das eigene Unternehmen bekannter machen (5/10)

am Dienstag, den 7. Oktober 2008

Nach längerer Pause geht es nun mit frischem Geist weiter. Im heutigen Teil wende ich mich so langsam dem Web ab und den Printmedien zu. Denn, um den Bekanntheitsgrad zu steigern, werden auch im Printbereich eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten.

Die unpersönlichste Form mit dem gleichzeitig größten Streueffekt sind sicherlich Flyer. Ob in der Fußgängerzone, in der Tageszeitung oder direkt im Briefkasten. Früher oder später wird jeder durch Flyer belästigt. Und mit den steigenden Zahlen der „Keine Werbung“-Aufklebern nimmt auch die Werbe-Verdrossenheit (bei knapp 100 Treffern bei Google fast schon eine Eigenkreation) stetig zu.

“Also sind Flyer vielleicht doch nicht der beste Weg um sein Unternehmen bekannter zu machen?”
Es klingt fast so, überlegt man, dass die Rücklaufquote — also die Personen, die sich auf die Werbung melden — bei 1-3% liegt.
Das die Rücklaufquote so gering ausfällt liegt sicherlich vor Allem an 3 Faktoren:

  1. Flyerwerbung sind für die Branche oder das Unternehmen untypisch. Vorgestellte Leistungen werden nur selten oder nie in Anspruch genommen. Deswegen wird der Flyer nicht aufgehoben, sondern man informiert sich idR, wenn die Leistung benötigt wird.
  2. Die Zielgruppe ist nicht klar definiert. Mit einem speziellen Service wird die Breite Masse angesprochen. (Ein Gärtner würde ja auch nicht in Wohnblock-Siedlungen werben)
  3. Der Flyer ist zu unauffällig, das Unternehmen austauschbar und wird von daher nicht beachtet.

Flyer können trotz dieser Faktoren eine Wirkung entfalten, wenn diese in sehr kurzen Intervallen immer und immer wieder dem Kunden in die Hände fallen. Irgendwann merkt auch der Letzte “Oh, hier ist ja Werbung von XY” . Sicherlich ist dies nicht die kostengünstigste Methode.

Will man trotzdem günstig und effektiv werben, muss man sich dieser Punkte annehmen. Es lohnt sich also zu wissen, ob das eigene Unternehmen für Flyerwerbung geeignet ist. Ist dies eigentlich nicht der Fall, so ist noch lange nicht Hopfen und Malz verloren. Vielleicht lässt sich ja ein besonderes Produkt oder eine besondere Dienstleistung bewerben, die die Konkurrenz bisher nicht anbietet.

Im nächsten Schritt sollte man die Zielgruppe definieren. Dabei stehen an erster Stelle alle jene Kunden, die generell diese Leistung in Anspruch nehmen und an letzter Stelle die Kunden, die an Leistung X interessiert sind und somit auch an der zu bewerbenden Leistung Interesse haben könnte. Also wie bei der Akquise von leicht nach schwer.

Wenn man dann im letzten Schritt noch auf auffällige und aussagekräftige Motive für Flyer setzt und mit dem richtigen Werbepartner zusammenarbeitet, sollte sich die Werbung schon am nächsten Tag in Form von erhöhten Webseiten-Besuchern niederschlagen.