Kreative Visitenkarten

am Montag, den 18. August 2008

Standard Visitenkarten

Ob nun kreativ oder doch die „normale“ Visitenkarte. Grundsätzlich gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte. Fangen wir mal mit dem Inhalt an.
Auf eine Visitenkarte gehört:

  • Firma, (Firmenlogo)
  • Name (bei größeren Unternehmen evtl. die Position/Zuständigkeit)
  • Kontaktmöglichkeit, das kann Telefonnummer, Email-Adresse, Webseite oder Anschrift sein

Und was gehört nicht auf eine Visitenkarte?

  • Sponsoren (Werbung auf der Rückseite)
  • die private Email-Adresse, wie z.B. barbiefan2010@gmx.de
  • andere Tätigkeiten, z.B. ein Grafikdesigner, der auch KFZ-Reparatur anbietet.

Warum keine Sponsoren?
Ganz einfach. Die Visitenkarte spiegelt das Unternehmen nach außen wieder. Auch wenn eine gesponserte Visitenkarte günstiger ist, so zeigt diese auch, dass das Unternehmen in einem minimalen Bereich wie 50 € versucht zu sparen und so 50% der Werbefläche (die Rückseite) aufgibt. Dies wirkt nicht nur „billig“, sondern wird auch so vom Visitenkarten-Empfänger verstanden. Spare nicht an dieser Stelle, die Mehrkosten lohnen sich spätestens beim Austeilen.

Formal sollte man darauf achten, dass nicht mehr als 2 Schriftgrößen, -farben und -arten benutzt werden. Deutlich mehr Farben wirken unruhig und stören den Lesefluss, das gleich gilt für Größe und Art. Als Schriftart benutzt man am Besten die Hausschrift, sofern vorhanden, damit ein gewisser Wiedererkennungswert vorhanden ist.

Auch das Format der Visitenkarte folgt gewissen Grundsätzen. Die Karte sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein, soll heißen, sie darf im Portemonnaie nicht verloren gehen, muss aber so groß sein, dass sie ohne Probleme reinpasst. Das Format der EC-Karte, also 85 x 55 mm hat sich hierbei als das Maß der Dinge bei den Druckereien herausgestellt.

Tipp1

Wenn Programme wie InDesign oder QuarkExpress und Fachbegriffe wie Beschnittzugabe für Dich böhmische Dörfer sind, dann solltest du besser einen versierten Grafikdesigner zu Rate ziehen. In Word oder ähnlichen Programmen erstellte Visitenkarten bedeuten für die Druckerei zusätzliche Arbeit, die entsprechend abgerechnet wird. Für diesen Mehraufwand kann man sich fast schon eine schicke Visitenkarte vom Grafiker entwerfen lassen.

Tipp2: Die Rückseite bietet meistens genug Platz um Logo + Dienstleistungen unterzubringen. Doch aufgepasst: Mehr als 3-5 Dienstleistungen liest sich der Visitenkarten-Empfänger nur selten durch!

Mehrwert Visitenkarten

Nein, damit meine ich nicht die Visitenkarte mit Kalender, dem Währungsrechner oder vielleicht sogar dem Lineal auf der Rückseite. Gehe nicht davon aus, dass dein Gegenüber die Visitenkarte im Portemonaie behält. Eine schlechte Visitenkarte landet im Müll, eine gute Visitenkarte wird „abgeheftet“. Dort bringt der Kalender mal gar nichts.

Aber wie wär’s mit einem Rabatt? Einem Gutschein? Vielleicht ein Gutschein-Code, wie man ihn aus dem Überraschungsei kennt? Mit dem gewissen Neugierde-Faktor wird die Firmenwebseite noch vor dem abheften besucht.

Dies kann man durch unterschiedliche Wege erreichen, eine der teureren Varianten wäre sicherlich die Rubbelfläche. Wer das Geld nicht ausgeben will, der nutzt einfach eine Web-Adresse mit kryptischem Anhängsel, z.B. www.meineadresse.de/code?=iafv578qa. Wenn auf dieser Seite dann ein tatsächlicher Mehrwert geboten wird, also beispielsweise ein Rabatt für den ersten Auftrag, erhöht man die Chancen positiv im Gedächtnis zu bleiben.
Doch Vorsicht: Wer plakativ den Gutschein(-Code) bewirbt, der teilt keine Visitenkarte aus, sondern einen Werbezettel. Und dieser landet letzten Endes auch im Müll.

Sicherlich wird auch diese Art der Visitenkarte seine Freunde und Feinde haben. Während die einen fordern, den Rabatt doch gleich für alle anzubieten, möchten Andere ihre Visitenkarte gar nicht mit diesen Aktionen verunstalten. Entscheidend ist jedoch, wie man sich von seinen Mitbewerbern abhebt. Dies gelingt nunmal nur schwer, wenn man Einer unter Vielen ist.

Kreative Visitenkarten

Kreative Visitenkarten birgen meist das Risiko, dass entweder die Lesbarkeit oder aber die Haltbarkeit leiden. Deshalb sollte man sich immer fragen, ob die eigene Visitenkarte denn trotz aller Kreativität auch noch für einen Außenstehenden verständlich ist. Wie man diese Gratwanderung meistern kann zeigen diese Beispiel aus dem Flickr Business Card Pool:

Besondere Formen:

Business  Cards (300)The Creative Company

Wiedererkennungswert:

DOUBLE ENTENDREBrand DoctorTED EXWork

Ver-EDEL-ung:

Wunderburg Designthe farm


nicht Kategorisierbar:

LushLodgeP1010175rubber band

Wer etwas Zeit mitbringt sollte auf jeden Fall einen Blick in die Flickr-Sammlung mit derzeit 882 Beiträgen werfen. Weitere gute Zusammenfassungen findet man aber auch auf creativebits, Cool business card designs Part 1 und Part 2

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