Jugendsünden im Netz

am Samstag, den 26. Juli 2008

Erinnerst du dich noch an deine Jugendsünden? Vielleicht liegen sie ja wie bei mir noch gar nicht so lange zurück. Nicht immer müssen diese Spuren hinterlassen, wie beispielsweise bei einem Graffiti. Aber was ist mit den Jugendsünden im Netz? Genau, den ersten Gehversuchen, die Hilferufe in Foren, unangebrachte Bemerkungen, jugendlicher Leichtsinn. Dafür muss man nicht mal 16 gewesen sein.

Während die meisten dieser realen Sünden spurenlos bleiben und das Graffiti spätestens beim nächsten Wandstrich verschwunden ist, sagt man über das Web, dass es nichts vergisst. Gibst man seinen eigenen Namen einmal bei Google ein (und ich bin mir sicher, das wird jeder mindestens einmal getan haben), sieht man schnell, was ich meine(ausgenommen Personen, die einen der beliebten deutschen Namen wie Meier oder Schulz haben)

Mittlerweile gibt es glücklicherweise Unternehmen wie Reputation Defender, die ihr täglich Brot mit dem Aufbessern des persönlichen, firmen oder Markenimage im Web verdienen. Sie finden “alle” im Netz verfügbaren Daten, die im Zusammenhang mit der Person/Firma/Marke und veranlassen die Löschung von Foreneinträgen, abfälligen Kommentaren und längst vergessenen Mitgliedschaften bei diversen Communitys.

Doch hat auch dieser Dienst seinen Preis. Derzeit liegen die Preise noch relativ im Keller (10 Dollar pro Monat Mitgliedschaft, 30 Dollar pro Eintrag löschen), aber der gute Ruf wird im Netz immer wichtiger werden, wie jüngst auch ein Richter in einem Facebook Missbrauch Fall entschied.

Was also tun, um den eigenen Namen möglichst rein zu waschen? Ich habe kürzlich die Personensuchmaschinen yasni.de und 123people.de einmal genauer unter die Lupe genommen und damit begonnen, meinen Ruf etwas aufzupolieren. Nach der Anmeldung hat man beispielsweise die Möglichkeit, gewisse Suchergebnisse dem eigenen Profil zuzuordnen. So rücken die gewollten Ergebnisse weiter nach vorne, während die unerwünschten (wenn sie sich denn nicht entfernen lassen) weiter hinten stehen.

Siehe hierzu auch den Artikel in der Computerwoche.

Bildquelle: aboutpixel.de / Grafittis an der Garage © Tobias Wölki

Verwandte Artikel:

  1. Das Web 2.0 für Einsteiger: Das ist Web 2.0 Teil II
    Wir erinnern uns: Web 2.0 steht für Social Networks aber auch für die Möglichkeit, Alltagsgegenstände individuell nach dem eigenen Geschmack anzupassen. Diese Individualität zeigt sich aber auch im Web. Will man mit seinem Profil im den Netzwerken auffallen stößt man...
  2. Das Web 2.0 für Einsteiger: RSS-Feeds
    Dieses Zeichen wird der ein oder andere Benutzer schonmal gesehen haben. Es kennzeichnet Webseiten, die mit einem RSS-Feed ausgestattet sind. Aber was ist das besondere an diesen Webseiten? Bei Wikipedia heißt es, dass RSS ein Service ist, der ähnlich einem...